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Zerreißproben


Zerreißproben

Leitmedien, Liberalismus und Liberalität
Schriften zur Rettung des öffentlichen Diskurses, Band 4 1. Auflage

von: Stephan Russ-Mohl, Christian Pieter Hoffmann

19,99 €

Verlag: Herbert von Halem Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 27.10.2021
ISBN/EAN: 9783869625386
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 256

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Erleben Liberalismus und Liberalität im 21. Jahrhundert eine neue Blüte? Oder durchleben sie eine tiefe Krise? Viele liberale Werte treffen heute auf breite Zustimmung, doch manche werden vehement bekämpft. Der öffentliche Diskurs scheint bunter denn je, gleichzeitig greifen Intoleranz und Diskursverweigerung um sich. Meinungsumfragen zeigen große Unterstützung für gesellschaftsliberale Politiken, der Wirtschaftsliberalismus bleibt dagegen ein weithin liebevoll gepflegtes Feindbild.

Wie steht es also um Liberalismus und Liberalität im öffentlichen Diskurs? Sie stehen unter Druck – und sind Zerreißproben unterworfen: Neoliberalismus, Identitätspolitik, Corona-Krise. Im Mittelpunkt dieser Zerreißproben stehen immer wieder Medien und Journalismus.

Was wissen wir über das Verhältnis von Leitmedien zu Liberalismus und Liberalität? Wie wird über liberale Anliegen oder Parteien berichtet? Wie sehen und empfinden Journalisten ihr Verhältnis zum Liberalismus – und die Liberalität des Berufsfelds? Kann und sollte der Journalismus für mehr Freiheit Partei ergreifen? Und warum hat der "Neoliberalismus" einen so schweren Stand in Redaktionsstuben? Wie ergeht es in diesem medialen Umfeld liberalen Parteien, aber auch der innerparteilichen Streitkultur?

Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes erkunden Antworten auf diese Fragen.
Christian P. Hoffmann / Stephan Russ-Mohl
Mediale Zerreißproben für den Liberalismus – liberale Zerreißproben für den Journalismus 11

1. LIBERALISMUSSCHWUND UND LIBERALITÄTSVERLUSTE 30

Ulrike Ackermann
Liberalismus unter Druck – die identitäre Herausforderung 31

Thomas Petersen
Die zerrissene öffentliche Wahrnehmung des Liberalismus 37

Jan Schnellenbach
Schimpfwort (Neo-)Liberalismus? 44

Josef Joffe
Hier die Woke-Aktivisten, dort der Wohlfühlstaat 51

Daniel Cohn-Bendit / Claus Leggewie
Pluralität und Toleranz – alte Werte neu entdeckt 59

Margit Osterloh
Das Autoritätsvirus in Politik, Wissenschaft und Medien 63

Heribert Prantl
Grund- und Freiheitsrechte in Quarantäne 69

Bruno S. Frey
Freiheit, Liberalität und Glück 81

2. LIBERALER JOURNALISMUS, LIBERALE JOURNALISTEN? 88

Beatrice Dernbach
Liberalität ist ein grundlegender journalistischer Wert 89

Christian Pieter Hoffmann
Journalismus zwischen politischer Einseitigkeit und Perspektivenvielfalt 98

Uwe Krüger / Holger Pötzsch / Hendrik Theine
Wie neoliberal sind die Medien? 113

Ulf Poschardt
Freiheitsneid unter deutschen Medien 126

Jochen Bittner
Nicht einknicken! Dein Mitbürger, der Unterdrücker 132

Gregor Engelmeier / Fatina Keilani
Identitätsanordnungen. Journalismus für eine postfaktische Gesellschaft 142

Rainer Hank
Journalismus als Erziehungsinstanz? 149

Henrik Müller
Lärmspiralen und andere Ärgernisse. Zur ökonomischen Kompetenz im Journalismus 157

Tim Krieger
Die Schwierigkeit, Ordoliberalismus zu vermitteln 164

3. PARTEIEN UND LIBERALISMUS IN DEN MEDIEN 170

Roland Schatz
Die FDP in den Medien 171

Wolfgang Kubicki
Medienberichterstattung über die FDP – aus der Innensicht 186

Laura Schieritz
Die One-Man-Show als mediales Narrativ 192

Hasso Mansfeld
Wie hältst du es mit dem Zeitgeist? Liberale Politik erfolgreich kommunizieren 199

Peter Unfried
Sind die Grünen parteipolitisch Erben des Liberalismus? 206

Antonia Haufler

Auf dem Rückzug und Vormarsch zugleich: Liberalismus in der CDU 213

Juli Zeh
SPD, Liberalität und Linksliberalismus – ein Interview 220

Sahra Wagenknecht
Auch die Linke braucht Liberalität 224

4. SCHLUSSAKKORD 233

Stephan Russ-Mohl
Der kleine, GROSSE Unterschied. Liberalität im Journalismus, in der Medienforschung – und im Leben 234

Herausgeber 245

Autoren 247
Christian Pieter Hoffmann, Prof. Dr., ist Professor für Kommunikationsmanagement am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig sowie für Politische Kommunikation am Institut für Politikwissenschaft. Er ist akademischer Leiter des Center for Research in Financial Communication und Co-Direktor des Center for Digital Participation. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des strategischen Kommunikationsmanagements, der Finanzkommunikation und der politischen Kommunikation – mit besonderer Berücksichtigung der Herausforderungen und Chancen neuer Medien.

Stephan Russ-Mohl ist emeritierter Professor für Journalistik und Medienmanagement an der Università della Svizzera italiana in Lugano/Schweiz, wo er von 2002 bis 2018 lehrte, und Gründer des European Journalism Observatory. Von 1985 bis 2001 war er Publizistik-Professor an der FU Berlin. Er studierte Sozial- und Verwaltungswissenschaften an den Universitäten München, Konstanz und Princeton. Der Autor hat zeitweise auch in den USA und in Italien gelebt und mehrfach, zuletzt im Sommer 2015, Forschungsaufenthalte an der Stanford University in Kalifornien verbracht. Über Medien und Journalismus schreibt er regelmäßig für die Neue Zürcher Zeitung sowie als Kolumnist für den Tagesspiegel und für Branchenpublikationen.

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