Details

Medienskandale


Medienskandale

Zur moralischen Sprengkraft öffentlicher Diskurs
leicht überarbeitete und ergänzte Auflage

von: Steffen Burkhardt

31,99 €

Verlag: Herbert von Halem Verlag
Format: EPUB
Veröffentl.: 02.03.2015
ISBN/EAN: 9783869621654
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 484

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Medienskandale sind publizistische Brandbomben. Steffen Burkhardt analysiert, wie Skandale bereits seit über zwei Jahrtausenden aus Gemeinschaften mächtige Gesellschaften formen - und sie wieder zu Fall bringen.

Mit der Erfindung der Massenmedien haben sich Skandale zur gefährlichen Waffe politischer Einflussnahme entwickelt: als Informationsvirus mit revolutionärer Sprengkraft. Sie enthüllen vermeintliche Missstände hinter den öffentlichen Fassaden der Macht und aktualisieren das soziale Selbstverständnis. In Medienskandalen offenbaren sich so die komplexen Deutungskämpfe innerhalb einer Gesellschaft. Auf dem Schlachtplatz öffentlicher Moral streiten Interessengruppen um symbolische Autorität, politischen Einfluss und ökonomische Herrschaft. Wie kommen Skandale in den Medien zustande? Wie lassen sie sich steuern? Und wie verhindern?

Dieses Buch erklärt die Mechanismen des Medienskandals und zeigt an historischen Fällen, wie Journalisten, PR-Berater und Skandalopfer aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport um öffentliche Inszenierungshoheit kämpfen.
1.Einleitung

2.Problemstellung und Zielsetzung
2.1Problemstellung
2.2Relevanz für Theorie und Praxi
2.3Erkenntnistheoretische Bestimmungen
2.4Zielsetzung
2.5Zwischenfazit: Das Verständnis moralischer Sprengkraft

3.methodisches vorgehen
3.1Forschungsfragen
3.2Forschungsdesign
3.3Zwischenfazit: Methodik der Modellentwicklung

4.Zusammenfassung: Skandale in der Mediengesellschaft

5.Am Anfang war das Wort: Zur Karriere des Skandalon
5.1Etymologisches Verständnis
5.2Skandale als Kommunikationsprozesse
5.3Zwischenfazit: Der Dreischritt des Skandals

6.Skandale in den Medien: Zur Genealogie der Empörung
6.1Die Transformation der Visibilität und die Anfänge der Skandalberichterstattung
6.2Der Aufstieg medialer Skandalisierung
6.3Die Industrialisierung des Medienskandals
6.4Zwischenfazit: Imperative medialer Skandalisierung

7.Funktionskontexte: Eine skandalöse Gesellschaft
7.1Journalismus und soziales Kapital
7.2Ebenen der öffentlichen Entrüstung
7.3Nachrichten- und Narrationsfaktoren
7.4Codierung der Moralsphäre
7.5Rückwirkungen der Tabuisierung
7.6Diskursivierung als Distinktionsmechanismus
7.7Symbolische Macht
7.8Zwischenfazit: Skandale als Social Scanning

8.Die Deutungskrieger und ihr Publikum: Zur Triade der Skandalakteure
8.1Skandalproduzenten
8.2Skandalrezipienten
8.3Protagonisten der Skandalisierung
8.4Zwischenfazit: Das Rollenspiel öffentlicher Entrüstung

9.Skandal und Medienskandal im Vergleich
9.1Publikationsgrad
9.2Transgressionsmodi
9.3Framing: Zeit und Raum
9.4Differenz- und Identitätsmanagement
9.5Präsenz des Image Setting
9.6Zwischenfazit: Medien als Skandalisierer

10.Zusammenfassung: Skandalgeschichte als Zivilisationsgeschichte

11.Die blinden Flecken der Macht: Zur Analyse der medialen Skandalmechanismen
11.1Darstellung und Problematisierung der exemplarischen Analyse
11.2Diskursanalytischer Fokus
11.3Methodische Schritte
11.4Kriterien und Spezifika der Textauswahl
11.5Zwischenfazit: Zur Rekonstruktion der Mechanismen des Medienskandals

12.Rekonstruktion I: Die funktionalen Phasen des Medienskandals
12.1Mediale Skandalisierung in Zyklen
12.2Phasen des Medienskandals
12.3Zwischenfazit: Die ›Skandaluhr‹ als Phasenmodell des Medienskandals

13.Rekonstruktion II: Die narrative Struktur des Medienskandals
13.1Mediale Skandalisierung als Narration
13.2Episodisierung
13.3Zwischenfazit: Medienskandale als soziale Autobiografien der Mediengesellschaft

14.Rekonstruktion III: Die Thematisierungsstrategien des Medienskandals
14.1Mediale Skandalisierung als Themenmanagement
14.2Repräsentations- und Moralisierungsmechanismen: Implementierung der Moral in den Diskurs
14.3Politisierungsmechanismen: Maximierung des Nachrichtenwerts
14.4Systematisierungsstrategien: Reduktion der Narrationskomplexität
14.5Deeskalationsstrategien: Die Rolle der Medienjournalisten
14.6Zwischenfazit: Die Diskursmacht der Skandalisierer

15.Distinktion als Aktualisierung von Macht

16.Zusammenfassung: Die Mechanismen des Medienskandals

17.Der mediale Siegeszug der Moral
17.1Folgen für die Akteure
17.2Folgen für das soziale System
17.3Individuelle Permanenz versus soziale Ephemerität

18.Von ausgebliebenen Medienskandalen - Die Niederlage der Ethik

19.Schlussbetrachtung: Das Skandalon als publizistischer Brandsatz
19.1Zusammenfassung und Fazit
19.2Ausblick
Steffen Burkhardt ist Professor für Medien- und Kulturtheorie, Medienforschung und Medienkompetenz an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Er leitet das International Media Center (IMC) und ist Inhaber des Lehrstuhls für Medienforschung an der School of Arts and Law im chinesischen Changsha. In seinen Forschungsstudien analysiert er mediale Kommunikation in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Als international profilierter Kommunikationswissenschaftler referiert er u. a. an der Columbia University in New York, der London School of Economics, der Northwestern University und der Tsinghua University in Peking.

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