Details

„Gib mir was, was ich wählen kann


„Gib mir was, was ich wählen kann" – Demokratie ohne Langzeitarbeitslose?

Motive langzeitarbeitsloser Nichtwähler/innen.
1. Auflage

23,99 €

Verlag: Herbert von Halem Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 03.08.2017
ISBN/EAN: 9783869622941
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 356

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Langzeitarbeitslose Nichtwähler sind wütend und enttäuscht. Sie fühlen sich wie Bürger zweiter Klasse. Sie sind es leid, von der Politik ignoriert zu werden. Sie empfinden Wahlen als sinnlos, weil ›die da oben ohnehin machen, was sie wollen‹ und im Zweifel eher der Wirtschaft als dem Volk dienen. Sie sind, auch wenn sie nicht wählen gehen, politisch interessiert und in ihren politischen Orientierungen differenziert. Sie wollen statt dem ewigen ›besser als nichts‹ etwas Besseres. Sie wollen ein ganz normales Leben führen. Ihr Vertrauen in die Politik befindet sich auf dem Nullpunkt. Sie haben keine Illusionen, aber – und das ist eine wichtige Botschaft an Politik und Gesellschaft – sie haben die Tür noch nicht zugeschlagen.

Die hier vorgelegte qualitative Studie schaut aus der Sicht ausgegrenzter Menschen, also vom Rand der Gesellschaft, auf die aktuelle Demokratiekrise. Menschen aus prekären Lebenswelten beteiligen sich immer weniger an Wahlen. Überdurchschnittlich hoch vertreten sind dabei Langzeitarbeitslose.

Sie sind bei dieser explorativen Studie selbst zu Forschern geworden und haben langzeitarbeitslose Nichtwähler befragt. Sie wollten wissen, warum sie nicht mehr wählen gehen. Sie sind die Ersten, die auf diesem direkten Weg nach den Motiven fragen und schließen damit eine wichtige Forschungslücke, wissenschaftlich begleitet durch den Soziologen Franz Schultheis.

Das Buch richtet sich nicht nur an die Politik, sondern an alle, denen unsere Demokratie am Herzen liegt.
Die Denkfabrik – Forum für Menschen am Rande betreibt Lobbyarbeit für Menschen die keine Lobby haben, für Langzeitarbeitslose und Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie bringt Themen wie ›Langzeitarbeitslosigkeit‹ und ›Spaltung der Gesellschaft‹ durch Veranstaltungen, Vorträge, Diskussionen, Workshops, Ausstellungen und Publikationen in die Öffentlichkeit und in die politischen Institutionen. Die Denkfabrik will zur Überwindung dieser ausgrenzenden Zustände beitragen. Angebunden ist die Denkfabrik an das diakonische Sozialunternehmen Neue Arbeit Stuttgart. Deshalb sind wir dem humanitären und christlichen Menschenbild verpflichtet. Dazu gehört, dass jeder Mensch eine Chance auf Arbeit, auf Entfaltung seiner Fähigkeiten und auf ein selbstbestimmtes Leben hat.

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