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Das Selbstgespräch der Zeit


Das Selbstgespräch der Zeit

Die Geschichte des Journalismus in Deutschland 1605 - 1914
Öffentlichkeit und Geschichte, Band 4 1. Aufl.

von: Thomas

25,99 €

Verlag: Herbert von Halem Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 19.04.2016
ISBN/EAN: 9783869622385
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 430

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Die Geschichte des Journalismus in Deutschland war bis zuletzt ungeschrieben. Mit diesem Band liegt nun eine Journalismusgeschichte vor, die mit einem interdisziplinären Konzept Journalismusforschung und Gesellschaftsgeschichtsschreibung miteinander verbindet.

Die Geschichte beginnt in Straßburg, wo der Nachrichtenhändler Johann Carolus eine Buchdruckerei kaufte und die beiden Gewerbe 1605 verband. Von da an entwickelte sich der Journalismus aus dem Druckgewerbe heraus zu einem eigenständigen Beruf, der jedoch insbesondere in der deutschen Geschichte lange unter einem repressiven Staat zu leiden hatte. Vor dem Panorama der gesamtgesellschaftlichen Großtrends von Urbanisierung und Alphabetisierung, von Ökonomisierung und Technisierung sowie von Demokratisierung und Verrechtlichung wurde der Journalismus dann spätestens am Ende des 19. Jahrhunderts zu einem deutlich erkennbaren Funktionssystem in einer sich zunehmend ausdifferenzierenden modernen Gesellschaft. Während in expandierenden Verlagsunternehmen die wirtschaftlichen und institutionellen Strukturen für den modernen Journalismus gelegt wurden, verständigten sich die Journalisten durch Ratgeberbücher und in Berufsverbänden über ihr Selbstverständnis und die redaktionellen Arbeitsroutinen. Noch vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges übernahm der Journalismus die Moderation im "Selbstgespräch der Zeit".
Inhaltsverzeichnis (gekürzt)

1.Einleitung
1.1Was ist moderner Journalismus?
1.2Forschungsstand und theoretische Fundierung
2.Rahmenbedingungen und Charakteristika
2.1Exogene Rahmenbedingungen des modernen Journalismus
2.2Endogene Charakteristika des modernen Journalismus
2.3Literatur, Daten und Quellen
3.Genese (1605 bis 1848)
3.1Die erste Zeitung der Welt
3.2Die gesellschaftlichen Dimensionen bis 1848
3.3Die Genese des Journalismus bis 1848
3.4Zwischenfazit: Journalismus in Deutschland bis 1848/49
4.Formierung (1849 bis 1873)
4.1Die gesellschaftlichen Revolutionen nach der 48er-Revolution
4.2Die Formierung der journalistischen Ebenen bis 1873
4.3Zwischenfazit: Journalismus in Deutschland bis 1873/74
5.Ausdifferenzierung (1874 bis 1900)
5.1Die gesellschaftlichen Explosionen im Deutschen Reich
5.2Die Ausdifferenzierung der journalistischen Ebenen 1874?-?1900
5.3Zwischenfazit: Journalismus in Deutschland an der Epochengrenze 1900
6.Der Durchbruch des modernen Journalismus (1900?bis?1914)
6.1Die Jahrhundertwende als Zäsur
6.2Moderne journalistische Institutionen
6.3Moderne journalistische Akteure
6.4Moderne journalistische Aussagen
6.5Fazit: Journalismus in Deutschland bis 1914
7.Epilog: Vom Selbstgespräch der Zeit zum Jahrhundert des Journalismus
Thomas Birkner, Dr., studierte Neuere und Mittlere Geschichte, Journalistik und Kommunikationswissenschaft und spanische und hispanoamerikanische Literatur in Gießen, Salamanca und Hamburg. Während des Studiums war er freier Mitarbeiter u. a. beim Kölner Stadt-Anzeiger, dpa; in Brüssel Stationen beim ZDF, der Deutschen Welle und beim Europäischen Parlament. Von 2006 bis 2010 forschte er am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg am Lehrstuhl von Prof. Dr. Siegfried Weischenberg. Internationale Forschungsaufenthalte im Herbst 2008 als Visiting Scholar an der Indiana University in Bloomington, USA und im Frühjahr 2009 als Profesor Visitante an der Pontificia Universidad Católica in Santiago de Chile. Thomas Birkner promovierte zur Geschichte des Journalismus. Seit dem 1. November 2010 ist er Akademischer Rat am Institut für Kommunikationswissenschaft an der Universität Münster.

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