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Bausteine systemtheoretischer PR-Theorie


Bausteine systemtheoretischer PR-Theorie

Eine Erkundungsstudie
Organisationskommunikation, Band 2 1. Aufl.

von: Joachim Preusse

34,99 €

Verlag: Herbert von Halem Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 21.03.2016
ISBN/EAN: 9783869621869
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 666

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Trotz zunehmender Bemühungen um die Theoriebildung zum Phänomen Public Relations wird nach wie vor eine verstärkte Verknüpfung von PR- und Gesellschaftstheorie angemahnt. Diese Studie verfolgt das Ziel, den Anschluss der PR-Theorie an Gesellschaftsheorie zu verbreitern und zu vertiefen und so eine Lücke der PR-Theoriebildung zu verkleinern. Dazu wird auf die Neuere Systemtheorie Luhmann'scher Prägung zurückgegriffen. Die forschungsleitende Frage lautet: Welche Antworten ermöglicht die Neuere Systemtheorie auf zentrale Problemstellungen der PR-Theorie?

Ausgehend von sechs PR-theoretischen Leitfragen werden zentrale Begriffe und Theoriefiguren der Neueren Systemtheorie rekonstruiert und im Hinblick auf die Beantwortung der Leitfragen respezifiziert. Im Ergebnis stehen sechs systemtheoretisch fundierte Bausteine einer organisationstypübergreifenden PR-Theorie, die vorliegende systemtheoretische Ansätze ergänzen und erweitern: Die Herleitung und Beschreibung desjenigen Grundproblems von Organisationen, aufgrund dessen sie ein Subsystem PR ausbilden ("Gründe für PR"), eine Skizze des Beitrags des organisationalen Subsystems PR zum über Entscheidungen vollzogenen Reproduktionsprozess von Organisationen ("Entscheidungen der PR"), eine Darstellung der Bezugsgrößen, auf die sich PR-Entscheidungen in einer idealtypisierten Perspektive beziehen ("Bezugsrahmen für Steuerungsentscheidungen"), eine Ausarbeitung von Thematisierungen als Umweltsteuerungsmedium der PR ("Umweltsteuerung der PR"), die Darstellung potentieller Beiträge der PR zur Organisationssteuerung ("PR und Management") sowie ein Konzeptualisierungsvorschlag für das Verhältnis organisationsgebundener PR und Gesellschaft ("PR und Gesellschaft").

Die Studie verdeutlicht, dass die Systemtheorie auch jenseits der Frage nach der Plausibilität eines gesellschaftlichen Funktionssystems Public Relations bedeutsame Einsichten für die PR-Theorie bereithält.
Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung
1.1Fragestellung, Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
1.2Konkretisierung und Begründung der theoretischen Ausgangsentscheidung
1.3Zur Eingrenzung der verwendeten Literatur
1.4Systematisierung von theoretischen und disziplinären Zugängen
2.Entwicklungslinien der kommunikationswissenschaftlichen Public-Relations-Forschung
2.1Späte Institutionalisierung der PR-Forschung in der Kommunikationswissenschaft
2.2PR-Forschung als erweiterte Kommunikatorforschung
2.3Enges Verhältnis von PR-Forschung und PR-Praxis
2.4Zwischenfazit: Gründe für die Forschungslücke und Voraussetzungen ihrer Verkleinerung
3.Systemtheoretische Ansätze der PR-Theoriebildung
3.1Öffentlichkeitsbezogene Ausgangsfragestellung
3.2Organisationsbezogene Ausgangsfragestellung
3.3Begriffsbezogene Ausgangsfragestellung
3.4Zwischenfazit: Merkmale systemtheoretisch fundierter PR-Theorieansätze
4.Hauptbegriffe
4.1Der systemtheoretische Beobachtungsbegriff
4.2Der systemtheoretische Kommunikationsbegriff
4.3Der systemtheoretische Organisationsbegriff
4.4Der systemtheoretische Reflexionsbegriff
4.5Der systemtheoretische Steuerungsbegriff
4.6Der systemtheoretische Öffentlichkeitsbegriff
4.7Zwischenfazit: Zur Anwendbarkeit der Begriffe für die PR-Theoriebildung
5.Gründe für PR
5.1Die Konfiguration der funktional differenzierten Gesellschaft
5.2Organisationsbezogene Konsequenz funktionaler gesellschaftlicher Differenzierung
5.3Effekt der Problembearbeitung durch PR
6.Entscheidungen der PR
6.1Zum Konzept PR-spezifischer Entscheidungsprogramme
6.2Entscheidung über Entscheidungsprämissen
6.3Steuerungsentscheidungen
6.4Festlegung von Entscheidungsprämissen und Steuerungsentscheidungen als Merkmal des ›PR-Managements‹
7.Der Bezugsrahmen für Steuerungsentscheidungen der PR
7.1Ausgangspunkte: Klassische Perspektiven auf Identität, Image und Reputation
7.2Entwicklung des Bezugsrahmens für Steuerungsentscheidungen der PR
7.3Skizze des Bezugsrahmens für Steuerungsentscheidungen der PR
8.Umweltsteuerung der PR
8.1Zur Kommunikationsfähigkeit von Organisationen
8.2Thematisierungen als Umweltsteuerungsmedium der PR
8.3Thematisierungen als Kriterium der Identifikation von PR
9.PR und Management
9.1Zum systemtheoretischen Managementbegriff
9.2Managementbeiträge der PR
9.3Zwänge zweckrational gebauter Managementtechniken für die PR
10.PR und Gesellschaft
10.1Zur (Un-)Möglichkeit gesellschaftlicher Rationalität
10.2Potenzieller Beitrag der PR zur Realisierung des gesellschaftlichen Rationalitätspotenzials
11.Bausteine systemtheoretischer PR-Theorie: Fazit und Ausblick
11.1Limitationen der Studie
11.2Anschlussfragen und Folgeprobleme
12.Literaturverzeichnis
Joachim Preusse, geb. am 07.10.1979; Studium der Fächer Kommunikationswissenschaft, Wirtschaftspolitik und Öffentliches Recht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster; von 2007 bis 2012 Wissenschaftliche Hilfskraft und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster; seit 2013 Referent für Hochschulplanung an der Fernuniversität Hagen sowie Lehrbeauftragter für Organisationskommunikation an verschiedenen Hochschulen; Forschungs- und Interessensschwerpunkte: PR-Theorie, organisationssoziologische Perspektiven auf Organisationskommunikation, interne und externe Hochschulkommunikation, Theorie und Empirie der Medialisierung

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