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Bild und Fiktion

Leseprobe

Bild und Fiktion

Eine Untersuchung über die Funktion von Bildern in der Erkenntnistheorie
1. Aufl.

von: Benita Herder

20,99 €

Verlag: Herbert von Halem Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 10.03.2017
ISBN/EAN: 9783869622606
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 216

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

"Bild und Fiktion" geht der Frage nach, ob und wie man mit Bildern mittels Fiktionalität Wissen und Erkenntnis über unsere aktuelle Welt vermitteln kann.

Die Arbeit gliedert sich in drei Kapitel: Das erste Kapitel untersucht, was Bilder im Allgemeinen auszeichnet. Hauptthema ist hier die Semiotik der Bilder. Bildliche Repräsentationen werden demnach als Zeichen, speziell als exemplifizierende Repräsentation definiert. In einem Exkurs wird zudem die Kontroverse zwischen Bildsemiotik und phänomenologischen Bildpositionen analysiert und kommentiert. Im zweiten Kapitel werden die Besonderheiten der Bilder gegenüber anderen Zeichen behandelt. Dabei wird auf die Make-Believe-Theorie von Kendall Walton eingegangen, die Bilder als notwendig fiktional charakterisiert. Eine Analyse klassischer Fiktionstheorien geht damit einher. Im dritten Kapitel werden die Ergebnisse der vorangegangenen Kapitel verwendet, um zu zeigen, wie man mit Bildern Wissen und Erkenntnis speziell mithilfe von Fiktionalität vermitteln kann. Es eröffnet sich eine interessante Perspektive auf Bilder aus Sicht der philosophischen Erkenntnistheorie: Bilder vermitteln uns Wissen und Erkenntnis über unsere Welt auf eine metaphorische, indirekte Art, indem sie – wie andere fiktionale Werke auch – als Modelle einzelner Aspekte unserer Welt funktionieren. Die Thesen und Theorien werden durch viele konkrete und anschauliche Beispiele aus Wissenschaft, Kunst, Technik und Alltag erklärt und begleitet.
1. EINLEITUNG
2. BILDER
2.1 Merkmale von Bildern
2.2 Funktionale Bestimmung des Bildbegriffs
2.2.1 Präsentation
2.2.2 Sehen von etwas als etwas
2.2.3 Sehen von etwas in etwas
2.2.4 Repräsentation
2.3 Zeichen
2.3.1 Allgemeine Zeichenfunktion
2.3.2 Das Peirce'sche Zeichenmodell
2.3.3 Zeichenträger, Zeichenobjekt und Zeichensujet
2.3.4 Das Unterscheiden verschiedener Zeichenarten
2.4 Exkurs: Bildsemiotik vs. phänomenologische Bildtheorien
2.5 Bildzeichen
2.5.1 Bilder als symbolische Zeichen
2.5.2 Bilder als symbolische Zeichen mit indexikalischem Teil
2.5.3 Bilder als symbolische Zeichen mit ikonischem Teil
2.5.4 Kontextabhängigkeit der Bildgehalte
3. BILDER UND FIKTIONALITÄT
3.1 Fiktionalität und Fiktivität
3.2 Semantische Fiktionstheorien
3.2.1 Bedeutungstheorie fiktionaler Begriffe
3.2.2 Fiktionaler Realismus und Mögliche-Welten-Semantik
3.2.3 Gründe für die Ablehnung semantischer Fiktionstheorien
3.3 Die Make-Believe-Theorie von Kendall Walton
3.3.1 Make-Believe
3.3.2 Das Principle of Generation
3.3.3 Autorintention
3.3.4 Werksrezeption
3.3.5 Fiktionssignale
3.3.6 Informationserhaltende Kette
3.3.7 Die Make-Believe-Theorie: Gewichtung auf Werksrezeption
3.3.8 Bilder in der Make-Believe-Theorie
3.3.9 Die Glaubwürdigkeit (visueller) Requisiten
4. DIE VERMITTLUNG VON WISSEN DURCH BILDER AUFGRUND VON FIKTIONALITÄT
4.1 Wissen und Erkenntnis
4.2 Die Vermittlung von Wissen
4.2.1 Verschiedene Arten der Wissensvermittlung
4.2.2 Wissensvermittlung durch Zeichen
4.3 Die Vermittlung von Wissen und Erkenntnis durch fiktionale Werke
4.3.1 Die Vermittlung von propositionalem Wissen durch fiktionale Werke
4.3.2 Hilfestellung beim Erkenntnisprozess durch fiktionale Werke
4.4 Die Vermittlung von Wissen und Erkenntnis durch Bildzeichen
4.4.1 Einige ausgewählte Standpunkte über epistemische Bildfunktionen
4.4.2 Ikonische Bilder
4.4.3 Indexikalische Bilder
4.4.4 Symbolische Bilder
4.5 Die Vermittlung von Wissen und Erkenntnis durch Bilder aufgrund von Fiktionalität
4.5.1 Die Vermittlung von Wissen über mögliche Welten
4.5.2 Die Vermittlung von Wissen über unsere aktuale Welt
4.5.3 Metaphern
4.5.4 Exemplifikation
4.5.5 Bilder in den Wissenschaften und in den Künsten
5. FAZIT

Literatur
Abbildungsnachweise
Benita Herder, Jahrgang 1986, studierte von 2005 bis 2011 Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln. Von 2011 bis 2016 war sie dort Doktorandin am Philosophischen Seminar. Zu ihren Forschungsinteressen zählen vor allem kunstphilosophische und literaturtheoretische Fragestellungen.

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